Mikrofontechnik für VR

Folien (deutsch) mit links zu den einzelnen Audiodemos (youtube); Slides (English)

This talk is also available as an English-language 3part youtube video

Autoren: Hannes Dieterle, Helmut Wittek, Kacper Sagnowski (Audio-Demos)

Inhalt:

Der Ton bei Virtual Reality und 360°-Videos unterscheidet sich hinsichtlich der Anforderungen zu dem klassischer Filmproduktionen. Der Hauptfokus liegt bei ersteren in der möglichst naturgetreuen Simulation oder Abbildung einer klanglichen Szene, ohne dass dabei - wie beim Filmton - eine Blickrichtung besonders im Vordergrund steht. Neben diskreten Klangobjekten als Punktquellen im virtuellen Raum sind vor allem auch hochwertige und gleichmäßige 3D-Atmoaufnahmen notwendig, um die Immersion des VR-Erlebnisses zu steigern. Beide Aufgaben müssen für VR/360°-Produktionen durch die passende Mikrofontechnik abgedeckt werden. Häufig werden hier Methoden zur Schallfeldreproduktion (z.B. First-Order Ambisonics) verwendet. Aber auch stereofone Methoden sind möglich und können - je nach Anwendung - klangliche Vorteile gegenüber Ambisonics aufweisen.
Der Vortrag stellt die möglichen Varianten der Mikrofontechnik bei VR/360°-Produktionen praktisch gegenüber und arbeitet hierbei die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden anhand von Beispielen heraus. Zuvor werden die Grundlagen zur Stereofonie für 3D-Audio vorgestellt.

Vita Dieterle:

Bereits während seines „Elektrotechnik-Toningenieur“-Studiums an der TU und am IEM Graz war Hannes Dieterle bei der Firma SCHOEPS Mikrofone als Praktikant angestellt und erstellte hier im Bereich „Beamforming“ zusammen mit dem Grazer Institut für Signalverarbeitung und Sprachkommunikation seine Masterarbeit. Zuvor arbeitete der 1985 geborene Süddeutsche als Tonmeister im Jazzstudio der Kunstuniversität Graz sowie als freischaffender Tonmeister und Musiker.
Seit Herbst 2016 ist Hannes als Projektingenieur in der Entwicklung von SCHOEPS tätig und dort unter anderem für akustische Messtechnik sowie für Produktmanagement und Marketing im Bereich 3D-Audio/VR verantwortlich. Nebenberuflich ist der ausgebildete Bassist regelmäßig als Live-Elektronik-Musiker mit dem Münchner Jazzensemble „Monika Roscher Bigband“ auf der Bühne anzutreffen.