Atmoaufnahme in 3D: Brauchen wir Ambisonics?

Inhalt: 

Ambisonics-Mikrophone haben mit der zunehmenden Verbreitung von VR-Brillen und 360°-Kameras eine Renaissance erfahren. Nachdem der Markt jahrzehntelang sehr klein war, zeichnet sich nun erstmals eine massenhafte Verbreitung bei sinkenden Preisen ab. So werden Ambisonics-Mikrophone immer öfter für die Aufnahme von Mehrkanal-Ambiences bis hin zu 3D verwendet. Wir diskutieren, in welchen Fällen ihre Anwendung sinnvoll ist, und führen in einer Vergleichsaufnahme vor, welche klanglichen Einschränkungen man für die Handlichkeit und Flexibilität dieser Technologie in Kauf nehmen muss.

Vita:

Felix Andriessens (AES, bvft, VDT; Diplom Tonmeister für audiovisuelle Medien) und Moritz Hoffmeister (bvft; Diplom Informatiker) sind Filmtonschaffende aus Berlin, beide Jahrgang 1975. Neben Lehre an der Filmhochschule Babelsberg, der Hochschule für Film und Fernsehen München (HFF), dem British Irish Modern Music Institute Berlin (BIMM) und ab 2018 auch am Joanneum in Graz haben sie sich eine Filmographie erarbeitet, die unter anderem O-Ton-Aufnahmen („Tristia“) und Sound Design („Der junge Karl Marx“, „Die Habenichtse“, „My Sweet Pepper Land“) umfasst. Neben Deutschland und vielen EU-Ländern waren sie dabei in Georgien, Indien, dem Irak, Israel, der Türkei und den USA tätig. Gegenwärtig sind Field Recordings mit einem Schwerpunkt im Bereich hochqualitativer 3D-Ambiences ihre Leidenschaft.