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Liveaufnahme Ton zum Bild in der Sixtinischen Kapelle - in Stereo, Surround und 3D

Vita:

Stephan Flock hat von 1986 bis 1991 Ton- und Bildtechnik an der Robert-Schumann-Hochschule und der Fachhochschule Düsseldorf studiert. Ab 1992 war er als Recording Engineer und später Tonmeister bei der Deutschen Grammophon GmbH beschäftigt.

Anfang der 2000er Jahre hat er sein Hobby der Elektronikentwicklung ebenfalls zum Beruf gemacht, und zunächst für RME, dann für die DirectOut GmbH, für die er auch als Geschäftsführer und CTO tätig ist, eine ganze Reihe von Geräten mit entwickelt. Heute arbeitet er für die Emil Berliner Studios, die aus dem Recording Center der DGG hervorgegangen sind. In diesem Rahmen entstehen Aufnahmen, die bei verschiedenen Labels wie DG, Sony, Claves oder Ondine veröffentlicht werden.

Zusammen mit seinem Kollegen Rainer Maillard hat er das Label Berliner Meisterschallplatten gegründet, das sich auf Vinyl-Direktschnitt spezialisiert. Seit einiger Zeit setzt er sich mit künstlerischen Aspekten des Aufnahmevorgangs und den Besonderheiten und Anforderungen der analogen Schallplattentechnik auseinander. Die Verbindung zwischen der künstlerischen tonmeisterlichen Arbeit und der technischen Entwicklertätigkeit bringt ihm immer wieder neue Anregungen.

 

Binaurale Popmusik

Inhalt:

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage nach dem Mehrwert binauraler Popmusik ohne direkten Bildbezug.
An Hand von Hörbeispielen werden unterschiedliche Vorgehensweisen beschrieben und vorgeführt. Im gemeinsamen Dialog werden die binauralen Mixingansätze im Rahmen dieses Beitrages im direkten Vergleich mit den entsprechenden Stereo- und 9.1 Produktionsweisen diskutiert.

Vortragende:

Benedikt Maile ist Toningenieur und Produzent.
Daniel Schiffner arbeitet als Audio- und Systemingenieur mit Schwerpunkt auf Broadcast und Audionetzwerke.

Live-Popmusik im TV

Inhalt:

Der Vortrag gibt Einblicke in die Produktion der Musik der Sendung ‚Sing meinen Song. Es wird das technische Setup vorgestellt sowie ein Einblick in die Postproduktion gegeben. Es werden Mixingansätze besprochen, sowie Probleme und Lösungen auf Grund von Übersprechen aufgezeigt.

Vita:

Benedikt Maile ist Toningenieur und Produzent.

Atmoaufnahme in 3D: Brauchen wir Ambisonics?

Inhalt: 

Ambisonics-Mikrophone haben mit der zunehmenden Verbreitung von VR-Brillen und 360°-Kameras eine Renaissance erfahren. Nachdem der Markt jahrzehntelang sehr klein war, zeichnet sich nun erstmals eine massenhafte Verbreitung bei sinkenden Preisen ab. So werden Ambisonics-Mikrophone immer öfter für die Aufnahme von Mehrkanal-Ambiences bis hin zu 3D verwendet. Wir diskutieren, in welchen Fällen ihre Anwendung sinnvoll ist, und führen in einer Vergleichsaufnahme vor, welche klanglichen Einschränkungen man für die Handlichkeit und Flexibilität dieser Technologie in Kauf nehmen muss.

Vita:

Felix Andriessens (AES, bvft, VDT; Diplom Tonmeister für audiovisuelle Medien) und Moritz Hoffmeister (bvft; Diplom Informatiker) sind Filmtonschaffende aus Berlin, beide Jahrgang 1975. Neben Lehre an der Filmhochschule Babelsberg, der Hochschule für Film und Fernsehen München (HFF), dem British Irish Modern Music Institute Berlin (BIMM) und ab 2018 auch am Joanneum in Graz haben sie sich eine Filmographie erarbeitet, die unter anderem O-Ton-Aufnahmen („Tristia“) und Sound Design („Der junge Karl Marx“, „Die Habenichtse“, „My Sweet Pepper Land“) umfasst. Neben Deutschland und vielen EU-Ländern waren sie dabei in Georgien, Indien, dem Irak, Israel, der Türkei und den USA tätig. Gegenwärtig sind Field Recordings mit einem Schwerpunkt im Bereich hochqualitativer 3D-Ambiences ihre Leidenschaft.

Demos immersiver Medien-Produktionen

3D Audio / Video vom Forschungslabor zur Praxis

Produktionen, Methoden und Tools

Inhalt:

Dipl.Ing. Ralph Kessler gibt einen kurzen Überblick über seine letzten 3D Produktionen. Anhand von Beispielen aus dem Bereich (immersiver) Live Beschallung einer großen Orchestergala und Recording für LiveTV und BluRay wird kurz auf Verfahren und verwendete Tools eingegangen. Hör-Beispiele einer noch unveröffentlichten Planetariumsshow (3D Audio wird dort mehr und mehr zum Standard) und der Upmix des Original (Mono-)Films der BluesBrothers für eine neue erweiterte BluRay Fassung können ebfls. vorgeführt werden.

Neue Erkenntnisse aus der eigenen Forschung im Bereich der Virtuellen Akustik werden mit der Praxis abgeglichen und den Teilnehmern praxisnah vorgestellt. Insbesondere auf Tücken, Chancen und Risiken bzgl. der „Konvertierbarkeit“ von 3D Formaten wird eingegangen und kann mit den Teilnehmern diskutiert werden.

Im 2ten Teil der DEMO werden aktuelle 3D Videoproduktionen für Internetformate vorgestellt. Ein Experte der Video Produktionsfirma wird anwesend sein und auf Erfahrungen mit der neuen Technik eingehen.

Vita:

Schon während des Studiums der Elektrotechnik Ende der 70er Jahre an der Universität Saarbrücken arbeitete Ralph Kessler in Tonstudios und gründete eine Firma für Licht- und Tonanlagenverleih. Nach dem Studium ging es 1985 nach München wo er u.a. Algorithmen und Presets für hochwertige digitale Studio-Effektgeräte schrieb. 1989 gründete er ein eigenes Ingenieurbüro PINGUIN, das als OEM Lieferant für Hard- und Softwaredienstleistungen im Bereich R&D für renommierte Markenhersteller aus der ProAudio-Welt auftrat. Ab 1991 übernahm er von Hamburg aus einige Großprojekte in der Geräteentwicklung und produzierte auch eine eigene, Software-basierte Audio Metering Produktlinie. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die mehrkanalige Schallfeldanalyse und -simulation.
Durch die Partnerschaft mit Hamburger Ton- und Medienstudios wurden auch parallel stets größere Medienprojekte als technischer Leiter umgesetzt. Seit 16 Jahren betreut er das armenische KOHAR Symphonieorchester und Chor beim Thema Ton und Medien Live bei weltweiten Konzertreihen als auch die Studiopostpro für DVDs und BDs - die jüngste hat alle immersiven Audioformate. In diesem Bereich hat er auch ein Patent auf ein Upmixverfahren, das im Kino und Auto bereits kommerzielle Verwendung findet. (Auro3D / Porsche).

Immersive Sound mit 5.1+4 und parallel 5.1 in der Fußballproduktion

Inhalt:

"Wie wichtig sind Laufzeiten, um ein echtes immersive Erlebnis zu erreichen.
Anhand von Klangbeispielen und Setuperklärungen einer typischen Fußballproduktion wir die Möglichkeit erklärt, die dritte Dimension der Soundübertragung zu einem spannenden Erlebnis für den TV Zuschauer zu machen.

Vita:

Felix Krückels ist Business Development Director bei Lawo. In dieser Aufgabe bewertet und befördert er die Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsideen und die Weiterentwicklung des Unternehmens, das in den vergangenen Jahren zusätzlich zu Audio-Broadcast-Lösungen die Geschäftsbereiche Audio über IP Netzwerke und Videoprozessoren aufgebaut hat. Durch seine langjährige Tätigkeit bei Lawo als Senior Product Manager für die mc² Mischpultserie, die Nova Routingsysteme und die V__Line Videolösungen kann Krückels auf eine reiche Erfahrung und ein umfassendes Knowhow für sein Aufgabenfeld zurückgreifen.
Der in Detmold ausgebildete Dipl.-Tonmeister arbeitete vor seiner Tätigkeit bei Lawo als hauptberuflicher Toningenieur vor allem auf Ü-Wagen. Krückels ist immer noch bei einzelnen, besonders anspruchsvollen Broadcast-Produktionen wie Fußball WM und EURO als Toningenieur im Einsatz, wodurch er sich den direkten Kontakt zur Branche erhält und nah dran an den Erfordernissen und Trends in modernen Fernseh- und Radio-Produktionen bleibt.
In der Rolle als Tonmeister ist er verantwortlich für die Mischung des Surround Sound für die Fußballweltmeisterschaft seit 2010 und viele weitere Sportproduktionen in Deutschland.

Umgang mit schwierigen O-Ton-Bedingungen am Set und in der Tonpostproduktion

Inhalt:

Am Set und in der Postproduktion haben sich die Bedingungen für den O-Ton in den letzten 10-15 Jahren deutlich verändert, und damit auch die Arbeit der Settonmeister, Dialog-Editoren und Mischtonmeister.
Nicht nur die Tatsache ist schwierig, dass grundsätzlich mit 8 und mehr Dialogspuren (2xMix, 2xBoom, 4-8xAnsteckmikrofone etc.) gearbeitet wird, sondern auch dass man sich zunehmend mit Unruhe am Set und generell lauteren Zivilisations- und Umwelteinflüssen (Flugverkehr, Straßenverkehr, Industrie-Lärm, Wind, Regen, Brandung etc.) konfrontiert sieht. Die Dreh-Zeit ist teuer und knapp. Das zu drehende Pensum an einem Tag wird daher durch die Produktionen und den Anspruch der Regie mehr und mehr erweitert. Durch den mittlerweile üblichen Mehr-Kamerabetrieb ist es meist nicht möglich, das Angel-Mikrofon für eine Close-Einstellung nah genug zu positionieren, und oftmals entfallen Umbaupausen, in welchen beispielsweise raschelnde Anstecker optimaler eingebaut werden könnten. Straßen werden nicht mehr gesperrt, und durch die Digitaltechnik ist es auch günstig geworden, statt einem oder zwei vernünftigen Takes eher 8-10 zu drehen - und wenn’s einfach noch einer zur Sicherheit ist. Summende Stabilisatoren der dritten Handkamera, Drohnenflüge knapp oberhalb der oberen Bildkante bis hin zu Regieansagen und hörbaren Team-Geräuschen (z.B. Steadycam-Operator mit 3D-Rig) im laufenden Take sind beinahe an der Tagesordnung. Die Disziplin am Filmset hat abgenommen und das ist definitiv zu hören. Die Setups, bei denen alle am Set beteiligten Departments ihre Arbeit optimal verrichten können, sind selten.
Wir möchten mit einigen Aufnahme-Beispielne zeigen, in welchen Situationen der Einsatz eines Mikrofons wie dem SuperCMIT am Set sinnvoll ist und welche Bedingungen damit verbunden sind.
Ebenfalls anhand von Beispielen aus vergangenen Produktionen zeigen wir, wie heute die Arbeit des Dialog-Editors aussieht. Wie der O-Ton oftmals durch kleine Tricks gerettet werden kann: Eliminierung von Störgeräuschen durch den Einsatz von speziellen „Denoising-Tools“ aber auch durch reine Schnitttechnik.

Vita:

A. Zacher: Nach seinem Studium zum Ton- und Bild-Ingenieur in Düsseldorf konzentrierte sich André Zacher auf die freiberufliche Arbeit für Dokumentar- und Spielfilm-Produktionen.Seit 2001 arbeitet er sowohl als Settonmeister bei Dreharbeiten als auch als Soundesigner und Mischtonmeister in der Filmton-Postproduktion im eigenen Protools-basierten Studio. Die beiden Tätigkeitsfelder haben kaum Überschneidungspunkte und doch sind sie für die Tonebene eines Films stark voneinander abhängig. Besonders die Abwechslung zwischen Dreh und Studioarbeit sind für Zacher reizvoll, aber besonders eben auch die inhaltliche und technische Verbindung von beiden Bereichen.André Zacher, www.film-ton.com

A.Buck: 1973 Geboren in Süddeutschland; Abschluss als Geselle der Radio- und Fernsehtechnik; Studium zum Ton- und Bildingenieur FH / RSS Düsseldorf; Freiberuflicher Tongestalter / Dialogeditor mit eigenem Schneideraum in Berlin"

SFX und Ambience Recording im 21. Jahrhundert

Inhalt:
SFX und Ambience Recording im 21. Jahrhundert.
Welche Mikrofone nimmt man bei einer Detonation von 9kg TNT, wieso sind hohe Frequenzen für große Monster so wichtig, weshalb ist ein Gasometer ein phantastischer Aufnahmeort, warum der Wasserschiffer einem mit seinem Penis einen Strich durch die Unterwasser aufnahmen machen kann, und das Laufzeitstereofonie einfach immer noch das beste ist…
Und noch vieles mehr.

Die Autoren:
TONSTURM wurde 2010 von Tilman Hahn und Emil Klotzsch gegründet. Beide haben bereits einen langjährigen Background als Film Sound Designer und Sound Editoren. Die von Ihnen unter TONSTURM veröffentlichten Sound Libraries und Software Applikationen werden von namhaften Sound Designern der ganzen Welt geschätzt und verwendet. TONSTURM libraries und tools kamen unter anderem bei folgenden Projekten zum Einsatz: Columbia Pictures und Marvel Studios "Spider-Man: Homecoming“, Ubisoft "For Honor", Netflix series "Altered Carbon", Netflix series "Dark" etc.